Drei kleine Rituale, die Großeltern wieder wichtig machen

Es sind Momente, die eigentlich schön sein sollten: Die Großeltern kommen zu Besuch, haben sich gefreut, vielleicht Kuchen mitgebracht – aber die Kinder schauen kaum vom Bildschirm hoch. Die Großeltern sagen meist nichts, um keinen Streit anzufangen. Und trotzdem spürt man, dass da etwas verloren geht.

Du musst dafür das Tablet nicht für den ganzen Tag verbannen. Es reichen kleine, klare Rituale.

1. Die Begrüßungs-Regel

Wenn die Großeltern kommen, bleiben alle Bildschirme für die ersten 20 Minuten aus und außer Sichtweite. Diese Zeit gehört nur dem Ankommen, dem Hallo-Sagen und dem Anschneiden des Kuchens. Keine Ausnahmen, auch nicht für die Erwachsenen.

2. Das Weitergeben

Bitte Oma oder Opa, den Kindern eine einzige konkrete Sache zu zeigen: ein Kartenspiel, ein Rezept, eine Geschichte von früher. Kinder lieben es, wenn jemand ihnen etwas anvertraut, und Großeltern spüren, dass sie gebraucht werden.

3. Der gemeinsame Abschluss

Bevor der Besuch endet, macht ihr eine Kleinigkeit zusammen fertig: den Tisch abräumen, das Spiel zu Ende spielen, gemeinsam zur Tür bringen. So endet der Besuch mit Verbindung, nicht mit einem beiläufigen „Tschüss".

Wenn diese erste Hürde genommen ist, entstehen echte Momente oft ganz von allein, und der Bildschirm ist plötzlich gar nicht mehr so wichtig.

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